„Sucht" — ein neues Ölgemälde
Ich habe in den letzten zwei Wochen an einem neuen Bild gearbeitet, das ich „Sucht” genannt habe. Die Idee dahinter war dieses Gefühl, dass man nach etwas greift, obwohl man eigentlich weiß, dass es einem nicht guttut – aber es wirkt trotzdem irgendwie anziehend.
Ich habe klassisch mit einem Underpainting angefangen, um erstmal eine Grundlage für Licht und Schatten zu haben. Danach habe ich den Hintergrund gemalt, dann das Bett und mich Schritt für Schritt nach vorne gearbeitet. Die Figur kam also erst später, und zwischendurch habe ich immer wieder an der Dose gearbeitet, weil sie für mich der wichtigste Punkt im Bild ist.
Die Szene zeigt eine Person, die im Bett liegt und nach vorne greift. Die Hand ist bewusst etwas größer und näher am Betrachter, damit dieses „Greifen” stärker rüberkommt. Vor der Hand steht eine kleine Dose mit Blumen drin – eigentlich etwas Schönes, fast Harmloses. Genau das fand ich spannend: dass etwas, das gut aussieht, gleichzeitig für etwas stehen kann, das problematisch ist.
Beim Malen habe ich viel darauf geachtet, wie das Licht fällt. Die Dose ist relativ hell und hebt sich vom dunkleren Umfeld ab, damit der Blick automatisch dahin geht. Der Rest ist eher ruhiger gehalten, damit nichts zu sehr ablenkt.
Gemalt habe ich das Ganze mit Öl, was an manchen Stellen ziemlich zeitaufwendig war, vor allem bei den Übergängen in der Haut und den Stoffen. Insgesamt hat das Bild ungefähr zwei Wochen gedauert. War teilweise echt anstrengend, aber auch ganz cool zu sehen, wie sich das nach und nach entwickelt.
Den Rahmen bzw. die Konstruktion habe ich übrigens selbst aus Holz gebaut.
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